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Streit vermeiden

Im Folgenden wird der Begriff des Streitens als Ausdruck einer unlösbaren Konfliktsituation betrachtet.

  • Warum sollten Kinder nicht untereinander streiten?
  • Warum sollten Erwachsene nicht untereinander streiten?
  • Warum können Erwachsene mit Kindern streiten, und Kinder mit Erwachsenen?

Fangen wir bei den Kindern an. Jeder will sein Recht haben. Jeder möchte sich nichts oder etwas nicht gefallen lassen. Jeder ist der Meinung, er kann siegen. Jeder ist der Meinung, der andere verhalte sich falsch und es müsse ihm bewiesen werden. Und wie ist das bei den Erwachsenen? Keiner weiß oder glaubt eindeutig zu wissen, wer der Stärkere, der Schlauere, der Bessere, … ist. Darum wird gestritten. Keiner kann nachgeben.
Natürlich gibt es in beiden Fällen Ausnahmen, wobei einer bereit ist nachzugeben oder den anderen zu verstehen, auch wenn nur zum Schein. In diesem Fall wird der Konflikt gelöst oder zumindest vertagt, und der Streit ist beendet.
Das fällt in der Dritten Situation, Erwachsene 'gegen' Kinder, selbstverständlich leichter, da hier die Positionen von vornherein klar definiert sind. Die Erwachsenen sind immer die Stärkerer, Schlaueren, Besseren, …
Diese Form der Auseinandersetzung eskaliert nur dann, wenn der Überlegene das nicht wahrnimmt, also in seiner Verteidigungsposition verharrt. Völlig unbegründet versucht er seine Macht zu sichern, zu erhalten oder wiederherzustellen, obwohl er leicht nachgeben könnte, ohne seine Macht jemals verloren zu haben oder zu verlieren. Gerade durch das Nachgeben hätte er seine Überlegenheit nicht nur bewiesen sondern auch gestärkt. Und das nicht nur in den Augen des 'Gegners', sondern auch durch das motivierende Erfolgserlebnis der Lösung des Konfliktes.

Erstellt am 03.03.04, A. Schulz. Stand 04.03.04
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