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Globalisierung?"Auch wenn die Wirtschaft global ausgerichtet ist, muss sie sich ihrer Verantwortung im eigenen Land bewußt sein." Müntefering in ntv am 21.03.2004 Welches eigene Land? Was meinen Sie damit, Herr Müntefering? Das Land, in dem der Hauptsitz angemeldet ist? Das Land, in dem der Geschäftsführer geboren ist? Das Land, in dem die Lohnsumme am höchsten ist? Was soll dieses unnötige Nationalbewußtsein an dieser Stelle? Für wen ist es denn heute noch wichtig, in welchem Land er angesiedelt ist, oder aus welchem Land er abstammt? Das einzige was heute noch an "Länder" erinnert, sind die verschiedenen Landessprachen. Gäbe es die Sprachbarriere nicht (mehr), könnten alle Menschen, nicht nur einige Privelegierte und die Industrie überall auf dieser Welt leben und arbeiten. Genauso wie die Industrie sich den für den jeweiligen Zweck besten Standort wählt, sollten alle Menschen sich Ihren Lebensraum wählen können. Zurück zum Thema: Was würde geschehen, wenn die Wirtschaft unseres Landes beispielsweise zu einer Ausbildungsplatzabgabe gezwungen würde? (Die Abgabe muss gezahlt werden, wenn man, je nach Betriebsgröße, zuwenig Ausbildungsplätze anbietet) Jede Firma, die in den "Genuss" dieser Abgabe käme und es sich leisten könnte, würde das Land verlassen! Dann haben Sie, Herr Müntefering, nicht nur die Abgabe nicht, sondern auc keine Arbeitsplätze mehr. Warum lassen Sie die Industrie nicht selbst entscheiden, was sie für wirtschaftlich hält? Macht sie doch sowieso. Oder glauben Sie tatsächlich, die Konzerne dieser Welt interessieren sich für Politik oder Gesetze? Natürlich achten sie auf Gesetze und politische Tendenzen, aber nur um rechtzeitig die notwendigen Standortentscheidungen treffen zu können. Wenn wir und Sie Herr Müntefering, stellvertretend für unsere derzeitig regierende Partei, endlich akzeptieren, das die wirtschaftlichen Kräfte dieser Welt ausschließlich globalen ökonomischen Prinzipien folgen, läßt sich unsere gesamte Zukunft einfach und anschaulich darstellen, also auch lösen. Als Hausaufgabe möchte ich Ihnen, Herr Müntefering, folgende Fragen stellen. Aber keine Angst, die Antworten stehen auch schon dabei. 1. Warum haben wir in Deutschland über 4 Mio. Arbeitsplätze zuwenig? 2. Warum haben wir in Deutschland auch zuwenig Ausbildungsplätze? 3. Warum haben wir es über 50 Jahre an der Weltspitze ausgehalten? 4. Warum haben wir so ein schlechtes Bildungssystem? 5. Und hier die Antworten (nur umsetzen müssen Sie es noch selbst): 1. 2. 3. 4. 5. Herr Müntefering soll sich nicht persönlich gemeint fühlen. Er wird hier nur angesprochen, da er etwas ausgesprochen hat, was sicherlich viele, wenn nicht die meisten aus seinen Reihen (nicht nur SPD) glauben. |
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Erstellt am 22.03.04, A. Schulz.© 2004 by Andreas Schulz - Konstruktive Kommunikation · Kriegsstr.284 · 76135 Karlsruhe · T0721/8305800 Linkpartner · Linkpartnerverwaltung |
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